Lipoedem Mira-Beau

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Lipödem Therapie

Kurzinfo

Ziel: Lipödem Therapie

Behandlungsart: operativ

OP-Dauer: ca. 1 – 3 Stunden

Klinikaufenthalt: ambulant oder stationär

Anästhesie: örtliche Betäubung oder Vollnarkose

Ausfallzeit: ca. 1 – 2 Wochen

Wirkdauer: dauerhaft

 

Ein schlanker Bauch, doch die Beine und Arme sehr voluminös. Dazu kommen Schmerzen, Schwellungen und blaue Flecken. Typische Anzeichen für ein Lipödem. Oft wird die Krankheit bei der Diagnose mit einer Adipositas, also Übergewicht verwechselt, doch übergewichtige Menschen haben normale Proportionen. Lipödem Patienten hingegen haben im Gegensatz zu ihrer Körpermitte überdimensionierte Beine. Hauptsächlich sind Frauen betroffen, bei denen die Symptome auf eine hormonelle Veränderung, wie bei der Pubertät , der Schwangerschaft oder der Menopause folgen. Vor allem genetische Ursachen sind Ursache für ein Lipödem – häufig sind mehrere weibliche Familienmitglieder von der Fettverteilungsstörung betroffen. Aber es gibt Hoffnung für betroffene Patienten: Die Lipödem Therapie.

Diagnose: Was ist ein Lipödem? 

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine chronische Fettverteilungsstörung, bei der sich das Unterhautfettgewebe, insbesondere in Beinen ablagert. Deshalb wird auch vom Reiterhosen-Phänomen oder Säulenbeinen gesprochen. Die Fettvermehrung hat nichts mit einer vermehrten Aufnahme von Kalorien zu tun. Bei den betroffenen Frauen vergrößern sich die Fettgewebezellen und vermehren sich. Das Bindegewebe verändert sich, weil die Kapillaren, die kleinsten Blutgefäße, durchlässiger und verletzlicher werden. Oft bilden sich in den betroffenen Arealen Ödeme und Wassereinlagerungen, die das Problem verstärken. Wärme, langes Stehen oder Sitzen können die Symptome verschlimmern. In sehr seltenen Fällen sind auch Männer von einem Lipödem betroffen, das aber in der Regel primär auf medizinische Ursachen, wie Testosteronmangel durch Leberschaden oder Hormonstörungen nach Prostatakarzinom zurückzuführen ist.

Wie kann sich ein Lipödem äußern? 


Bei dieser Bindegewebserkrankung ist die Fettverteilung vor allem symmetrisch an den Beinen, meist an den Oberschenkeln. Seltener sind auch die Arme betroffen. Der restliche Körper, wie Hände und Füße, so wie der Rumpf bleibt unbeeinträchtigt. Das Körperbild ist in einem starken Ungleichgewicht zwischen den voluminösen Beinen und Armen und einer schmalen Körpermitte. Beziehungsweise einer voluminösen unteren Körperhälfte, sowie einer schlanken oberen Körperhälfte. Betroffene werden oft als übergewichtige Personen stigmatisiert, obwohl diese Verteilungsstörung der Fettzellen nicht viel mit der Ernährung zu tun hat. Zusätzlich haben Patientinnen mit Schmerzen zu kämpfen. Die Kombination aus dem physischen und psychischen Druck, den die Patienten erfahren, wirkt sich belastend auf ihr Selbstwertgefühl aus.

Bei der Diagnose Lipödem wird in verschiedene Stadien unterschieden:

Stadium I: Die Haut ist glatt, das Unterhautfettgewebe ist verdickt, Knoten sind nicht sichtbar.
Stadium II: Die Hautoberfläche ist wellig, das Unterhautgewebe ist knotig verdickt.
Stadium III: Die Haut ist stark verdickt und uneben, das Unterhautgewebe ist verdickt und verhärtet, große und voluminöse Fettwülste, sogenannte Wammen, sind sichtbar und behindern die Beweglichkeit.

Allen Stadien ist gemein, dass sich bei Betroffenen ein mehr oder minder ausgeprägtes Ödem an den Beinen zu Schwellungen und Schmerzen führt. Wodurch sie eine verstärkte Neigung zu Hämatomen bzw. blauen Flecken haben.

Behandlung: Wie wird ein Lipödem therapiert? 

In vielen Fällen wird ein Lipödem zunächst konservativ behandelt. Zu diesen konservativen Maßnahmen gehören manuelle Lymphdrainagen, bei denen ein qualifizierter Physiotherapeut Beine und Arme durch sanfte Handgriffe entstaut, wodurch sich die Schwellungen unter der Haut verringern. Diese werden in der Regel bei Lymphödemen angewendet, wo sich das Wasser unter der Haut staut, können aber auch beim Lipödem zu einer Verringerung der Schmerzen führen. Außerdem werden maßgefertigte Kompressionsstrümpfe verschrieben, sowie Bewegung, am besten im Wasser. Doch diese konservative Behandlung reicht häufig nicht aus, um die Beschwerden zu lindern. Eine Fettabsaugung in Bereich der Beine kann zu einer schnellen Verbesserung der Symptomatik führen.

Operative Therapie: Behandlung des Lipödems

Viele Frauen mit einem Stadium II und III suchen Erleichterung und Hilfe durch eine Fettabsaugung (Liposuktion). Im Rahmen dieses operativen Eingriffs werden die überflüssigen Fettzellen unter der Hautoberfläche mit der schonenden Wasserstrahl-assistierten Fettabsaugung (WAL) entfernt. Die Fettverteilungsstörung wird auf diese Weise langfristig beseitigt. Anders als beim Stadium I sind beim Stadium II und III deutlich sichtbare Knoten unter der Hautoberfläche vorhanden. Eine adäquate Therapie beseitigt im Idealfall nicht nur die Knoten und die damit assoziierten Schmerzen – es kann sich auch die Beweglichkeit der Beine erheblich verbessern. Je nach Ausmaß des Oberschenkelumfangs mit oder ohne Befall der Unterschenkel muss in mehreren Sitzungen vorgegangen werden. Wichtig ist, dass vor einer Fettabsaugung die Erkrankung fachärztlich diagnostiziert wird, z.B. durch einen Gefäßchirurgen. Präoperativ müssen Krampfader- und Lymphgefäßerkrankungen erkannt oder mittels Ultraschalldiagnostik ausgeschlossen werden.

Was passiert nach der Lipödem Behandlung?

In den ersten vier Wochen nach der Operation sollten Sie in jedem Fall Kompressionsstrümpfe an den abgesaugten Arealen tragen, um das Operationsergebnis auf Dauer zu erhalten. Im Zusammenspiel mit manueller Lymphdrainage sowie der präoperativ begonnenen physikalischen Entstauungstherapie kann die Operation zu einer dauerhaften Beseitigung der Beschwerden führen. Seit 2019 können die Kosten der Operation bei Lipödem-Patienten im Stadium III in Teilen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Denn sollte man die Erkrankung im Stadium III nicht behandeln, kann es zu starker psychischer Belastung, sowie zu einer Fehlstellung der Beine kommen, weil der Umfang einen normalen Gang nicht mehr ermöglicht.

Lipödem Therapie in Bremen oder Berlin 

Mira-Beau möchte betroffenen Patienten mit Lipödem helfen. Bei einem Beratungstermin kann ich Ihnen meine operativen Therapieansätze und die Auswirkungen der Krankheit erklären, die so oft unerkannt bleibt und als Ursache von ungesunder Ernährung abgetan wird. Mit meiner Lipödem Behandlung mit Hilfe der WAL möchte ich das Leid der Betroffenen mindern. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei Prof. Dr. Mirastschijski, Mira-Beau!

Lassen Sie sich auch gern zu weiteren Behandlungsangeboten beraten.